Samstag, 20. Juli 2013

Jusos Main-Taunus zum Thema "Polizeigewalt"

Die Jusos Main-Taunus veranstalteten in Hofheim ein Gespräch zum Thema „Polizeigewalt“, durch das die zukünftige Positionierung seitens der Jusos Main-Taunus abgestimmt werden sollte. Eingeladen waren neben den Jusos auch alle Interessierten!

Die Jusos Main-Taunus stellen fest, dass

- die „Blockupy“-Demonstrant*innen mehrere Stunden einiger ihrer Grundrechte beraubt wurden.

- die Polizei (vor allem) bei linken Demonstrationen jeglicher Art oft zu viel Präsenz zeigt.

Aus der Diskussionsrunde zum Thema „Blockupy“ ergaben sich drei Forderungen:

1.  Die Jusos Main-Taunus fordern den Hessischen Innenminister Boris Rhein zum Rücktritt auf. Der Innenminister muss als politisch Verantwortlicher mit diesem Rücktritt die Verantwortung für das Versagen der Einsatzkräfte tragen. Sollte sich dieser gegen diesen Schritt entscheiden, muss ihn der derzeitige Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier entlassen.

2. Die Jusos Main-Taunus fordern den Frankfurter Polizeipräsidenten Dr. Achim Thiel zum Rücktritt auf. Neben seinen offensichtlichen Verfehlungen im Zusammenhang des Blockupy-Einsatzes hat er sich in der Vergangenheit immer wieder als Feind linkerer Parteien in der Öffentlichkeit positioniert und offenbart, dass er – ähnlich wie Vertreter*innen des Verfassungsschutzes – auf dem rechten Auge blind ist.

3. Die Jusos Main-Taunus fordern eine allgemeine Dienstnummernpflicht für Polizist*innen. Sie ist nötig, da sie erfolgsversprechende Strafanzeigen seitens der Demonstrant*innen ermöglicht. Gleichzeitig wird gegenseitiges Decken innerhalb der Polizei erschwert, Polizist*innen werden ihre Taten im Voraus besser reflektieren und die schwarzen Schafe innerhalb der Polizei können besser ermittelt werden. Im Übrigen muss eine eindeutige Identifizierung derer, die sich für die Durchsetzung des Vermummungsverbotes auf Demonstrationen einsetzen, möglich sein, ohne die Privatsphäre der Beamt*innen zu verletzen. Die Jusos sind sich darüber einig, dass eine Dienstnummernpflicht nicht alle Probleme lösen wird, sie ist aber ein notwendiger erster Schritt.

Die Jusos Main-Taunus werden für diese Forderungen in Form von innerparteilichen und kommunalpolitischen Forderungen einstehen.


Die Jusos Main-Taunus stellen abschließend fest, dass die grundsätzliche Ablehnung aller Polizist*innen (ACAB – All Cops Are Bastards), sowie die von Demonstrant*innen und Teilnehmer*innen an Großveranstaltungen ausgehende Gewalt gegenüber Polizist*innen zu verurteilen und nicht förderlich ist. Vielmehr muss es einen aktiven Dialog zwischen den Bürger*innen und der Polizei geben, um das teilweise zerrüttete Verhältnis beidseitig zu verbessern. Aus diesem Grund halten wir die Dienstnummernpflicht nicht für eine pauschale Vorverurteilung von Polizist*innen sondern für eine wirksame Methode, der Bevölkerung zu vermitteln, dass das Gros der Beamt*innen sich an gültige Regeln hält.


Freitag, 5. Juli 2013

Twitterschau #18

Mesdames et Messieurs,
sie ist wieder da. Stolz präsentiere ich euch eine neue Ausgabe meiner Twitterschau!
Ganz besonders herzlich grüße ich die liebe Franzi. Und jetzt viel Spaß beim Stöbern und Lesen der sehr sportlichen Twitterschau.

SPD Main-Taunus:

Sabine Lisicki <3:




Tour de France:


Umfragen sind noch keine Wahlergebnisse:

VDS vs. Mindestspeicherregelung:

Mittwoch, 3. Juli 2013

Allem Doping zum Trotz: Ein klares Ja zur Tour de France!

Sportmediale Aufmerksamkeit konzentrierte sich im Juli lange Zeit fast ausschließlich auf den Radsport, genauer auf die Frankreich-Rundfahrt, die Tour de France. Seit einigen Jahren wird die Präsenz der Tour in den Medien aber leider immer kleiner. Dafür gibt es nur einen Grund: Doping. Viele Ausnahmeathleten nahmen verbotene, leistungssteigernde Substanzen, um die Strapazen der dreiwöchigen Tour besser auszuhalten als die anderen. Für mich steht fest: Jeder dieser Dopingsünder muss lebenslang gesperrt werden - egal ob geständig oder nicht - denn so kann der Weltradsportverband ein vorbeugendes Momentum erzeugen, sodass die Tour zukünftig sauber werden kann. Einen wichtigen Schritt geht die "Post-Armstrong-und-Ulrich-Generation", die junge, heutige Radfahrgeneration, indem sie sich klar von Doping distanziert und abwendet.


Man könnte meinen, dass der Rückzug der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender aus der Branche die logische Konsequenz aus all den Dopingskandalen sei. Ich aber möchte versuchen, klar zu machen, warum dies nicht der Fall sein kann und darf.
Um dieser Frage Herr zu werden, muss man sich klarmachen, welche die zentralen Pfeiler der Live-Berichterstattung der Tour de France sind.

Erstens: Der Mythos, der die Tour de France umgibt. Hierzu zählen beispielsweise legendäre Anstiege wie nach l‘Alpe d’Huez oder auf den Col du Tourmalet, aber auch Begriffe wie „Tour der Leiden“ oder "Quäl dich, du Sau!".

Zweitens: Die kulturelle Berichterstattung, die rund um die Etappen serviert wird. Wundervolle Landschaften und verträumte Städtchen Frankreichs können sich im Rahmen der Tour de France der Weltöffentlichkeit präsentieren.

Drittens: Der Abwechslungsreichtum. Berg-, Flach- und Zeitfahretappen - für jede*n ist etwas dabei!

Diese drei Pfeiler machen die Faszination der Tour de France aus, diese Faszination gilt es, mit guter und ausgiebiger (Live-)Berichterstattung zu erhalten, denn es geht nicht primär um die Topstars an der Spitze des Peletons sondern um die Rahmenbedingungen, welche die Tour mit sich bringt.

Die Zuschauer*innen sind es Leid, dass ARD und ZDF im Zusammenhang mit der Tour de France nur noch über Doping berichten. Ja, sie sind sauer auf die Dopingsünder, nicht aber auf die Tour de France; vielmehr lieben sie sie noch immer.


Montag, 1. Juli 2013

SPD Main-Taunus beschließt: Verkaufsverbot von Kaugummi- und Schokoladen-Zigaretten



Auf dem Unterbezirksparteitag am letzten Freitag wählten mich die Delegierten nicht nur in den Vorstand der SPD Main-Taunus, sie verabschiedeten vielmehr diesen Juso-Antrag: 

Antragssteller: Jusos Main-Taunus
Verkaufsverbot von Kaugummi- und Schokoladen-Zigaretten

Antrag:
Die SPD Main-Taunus setzt sich dafür ein, dass Kaugummi- und Schokoladen-Zigaretten nicht mehr verkauft werden dürfen.

Begründung:

Durch den Verkauf von solchen Süßigkeiten an Kinder und Jugendliche findet eine frühe Polung auf den späteren Zigarettenkonsum statt, da Süßigkeiten-Zigaretten vor allem von Kindern oft als „cool“ bezeichnet und empfunden werden. 

Mit der Verabschiedung dieses Antrages ist der SPD Main-Taunus ein Meilenstein in der präventiven Nichtraucher*innenbewegung gelungen! Die SPD Main-Taunus setzt zukünftig nicht nur noch ausschließlich auf reaktive Raucher*innenverbote in Kneipen und Gaststätten, sondern denkt mit diesem Antrag schon heute an gesünderlebende zukünftige Generationen. Uns Jungsozialist*innen sei Dank!